Montag, 10. November 2014

Buchrezi "Das Meer der Zeit" von Beatriz Williams

 Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die ich letzens gelesen habe, möchte ich hier gerne rezensieren. Das Buch heißt  "Das Meer der Zeit" von Beatriz Williams.



Kate lernt bei einem Meeting den Milliadär Julian Ashford kennen. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, als würden sie sich schon ewig kennen.  Zunächst hält sich Kate aber eher bedeckt Julian gegenüber, aber als Julian sie bei einem Angriff rettet, werden die beiden unzertrennlich.
Dann findet Kate ein Buch von 1916, die Biographie eines Captains, ein Dichter, der während des 1. Weltkrieges starb. Das Foto in dem Buch ähnelt extrem ihrem Julian, nur etwas jünger wirkt der Mann auf dem Bild.
Ist dieser Dichter etwa identisch mit ihrem Julian?  Kate geht auf eine Zeitreise und entdeckt Erstaunliches. Wird sich dieses Geheimnis um das Bild klären?




Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Er spielt in verschiedenen Zeitepochen, einmal in der heutigen Zeit um 2007, und 1916, also fast 100 Jahre vorher.

Wie Kate auf diese Zeitreise geht erschließt sich in dem Buch erst später. An manchen Passagen fand ich es etwas unglaubwürdig geschrieben/erklärt, aber trotzdem hat das Buch Charme und mir wuchsen die Protagonisten auch schnell ans Herz.

Es zeigt, dass wahre Liebe auch mehrere Zeitepochen überdauert, wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, manchmal etwas langatmig, aber nicht so, dass ich das Interesse an dem Buch verlor.

Eine wirklich schöne Liebesgeschichte zum Träumen.



Buchrezi "Der Junge muß an die frische Luft" von Hape Kerkeling

 Ich bin schon seit vielen Jahren ein Fan von Hape Kerkeling, den die meisten ja als immer gut gelaunten lustigen Entertainer kennen. Schon von seinem früheren Buch "Ich bin dann mal weg", wo er seine Wanderung auf dem Jakobsweg beschreibt war ich begeistert, denn schon dort wurde klar, dass der "lustige Clown" auch eine ernste nachdenkliche Seite hat.
Darum war ich auch sehr gespannt auf seine neue Biographie, wo er überwiegend über seine Kindheit und den tragischen Freitod seiner Mutter berichtet.

Der kleine Hans-Peter wird während seiner Kindheit und Jugend mit vielen Emotionen konfrontiert. Er versucht seine depressive Mutter zum Lachen zu bringen, ahnt, dass mit ihr etwas nicht stimmt und ist doch hilflos, als sie letzenendes sich das Leben nimmt. Für den kleinen Jungen ist das natürlich nur schwer zu verkraften.
Große Hilfe und Unterstützung erhält Hape durch seine Familie, weniger durch seinen Vater, der durch seine Arbeit nicht oft anwesend ist, aber seine Tanten und Großeltern unterstützen den Jungen bei der Verarbeitung des Todes seiner Mutter.

Auch im Gottesglauben findet er Halt.

Doch ist dieses Buch nicht nur traurig geschrieben, es hat auch Elemente, die zum Schmunzeln anregen, aber eben auch berühren. Denn es wird klar, dass Hape Kerkeling alles andere als eine leichte Kindheit hatte. Aber nach dem Tod der Mutter nahm er sich vor, später die Menschen zum Lachen zu bringen, ihnen so ein bißchen Freude in den manchmal hektischen Alltag zu bringen und das ist ihm in seiner späteren Karriere auch gut gelungen.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, das Hape Kerkeling mal von einer anderen Seite zeigt, was ihn aber nur umso sympathischer macht.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Ich habe das Buch auch fast in einem Rutsch durchgelesen.
Auch einige schöne Fotos sind im Buch zu finden.







Interview mit der Buchautorin Tanja Schmoldt

Ich mag ja Bücher zum Thema Engel sehr gerne, und so wurde ich auf die schöne Geschichte von Tanja Schmoldt, "Engel mit Herzklopfen" aufmerksam. Ich habe für das Buch auch eine Rezension hier auf meinem Buchblog geschrieben.

Mit Tanja Schmoldt konnte ich ein schönes Interview führen, welches Ihr hier nachlesen könnt.



1.) Tanja, erzähle doch wie Du zum Schreiben gekommen bist. War das schon ein Kindheitstraum von Dir oder kam der Wunsch dazu erst später?
 
Kindheitstraum kann ich nicht sagen, aber ich hatte schon als Kind sehr viel Fantasie. In der Schule mochte ich im Deutschunterricht am liebsten die Stunden, in denen man in irgendeiner Form Geschichten schreiben konnte.
 
2.) Ist "Engel mit Herzklopfen" Dein erstes Buch und was hat Dich zu dieser süßen Geschichte inspiriert?

Ja, „Engel mit Herzklopfen“ ist mein erstes Buch und eigentlich sind mir die Ideen dazu einfach so nach und nach eingefallen. Ich hatte immer mehr Puzzelstücke im Kopf, bis ich dann angefangen habe, diese zu einer Geschichte zusammen zu setzen.
 
3.) Ist irgendwann eine Fortsetzung geplant oder ist es eine in sich abgeschlossene Geschichte?

„Engel mit Herzklopfen“ ist zwar ein in sich abgeschlossener Roman, aber ich habe bereits eine weitere Geschichte in ihrer Rohfassung fertig, die sozusagen daran anschließt. In „Engel mit Herzklopfen“ dreht sich ja alles um Natascha und ihren Schutzengel Josiah, der ein paar Tipps von einem anderen Engel bekommt - Turel! Und in der nächsten Geschichte ist Turel nun die Hauptperson, die einen neuen Auftrag erhält und in einem aufregenden Gefühlschaos landet.
 
4.) Liest Du selber auch gerne und wenn ja was?

Klar lese ich gerne! Vor allem natürlich Liebesgeschichten, aber zwischendurch lese ich auch gerne mal einen Krimi oder Themen mit ernsterem Hintergrund. Aber hauptsächlich nehme ich mir Zeit für „schöne Geschichten“ mit Happy End. Ich mag es überhaupt nicht, wenn ein Buch ein blödes Ende hat.
 
5.) Was ist Dein schönstes Erlebnis in Bezug auf Schreiben?

Ein sehr schönes Erlebnis ist es einfach, wenn man es geschafft hat, eine ganze Geschichte fertig zu schreiben. Wenn man einen dicken Stapel Papier in den Händen hält, der mal ein Buch werden könnte. Das ist ein tolles Gefühl! Auch wenn dann vielleicht kein Buch daraus wird, ist man stolz darauf, mit wieviel Zeit und Fleiß man das Schreiben einer tollen Geschichte gemeistert hat.
 
6.) Wie sehen Deine weiteren Buchprojekte aus?

Wie bereits gesagt, habe ich schon die Rohfassung eines neuen Romans und ich hätte auch noch ein Buch für Kinder. Eine tolle Geschichte über die Rettung eines Orcas, aber ob ich diese Projekte auch realisiere, weiß ich jetzt noch nicht.
 
7.) Was bedeutet Dir Schreiben, was magst Du da besonders?

Das Schreiben, genau wie das Lesen auch, ermöglicht es einem, für eine gewisse Zeit in eine andere Welt zu schlüpfen und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Da kann ich gut alle Fünfe gerade sein lassen.
 
8.) Was sind Deine besten "Schreibtipps"?

Mir hat mal jemand gesagt, dass man in der Schreibphase immer mal wieder, während des normalen Alltags, die aktuelle Szene der Geschichte, in seinen Gedanken „aufblitzen“ lassen solle, um sie auf diesem Wege weiter zu formen. Und das funktioniert tatsächlich! Während ich anderen Dingen nachgehe, bei denen mein Kopf nicht so sehr beansprucht wird, denke ich häufig an meine Geschichten oder Szenen und meistens entwickelt sich daraus eine neue Idee, die ich dann weiter bearbeiten kann.
 
Vielen Dank, liebe Tanja.
Mehr über die Autorin findet Ihr auf ihrer Webseite:
 
www.tanja-schmoldt.de
 
 
 
Die Autorin:
 
 
 
 
 
Ihr Buch "Engel mit Herzklopfen":

 
 

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Interview mit der Autorin Gabriella Engelmann

Ich habe schon einige Bücher von Gabriella Engelmann gelesen, welche mir allesamt sehr gut gefallen haben. Darum habe ich mich umso mehr gefreut, mit Gabriella Engelmann ein schönes Interview führen zu können.

Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren, lebt aber in Hamburg, wo sie auch ihre Freude am Schreiben entdeckte. Sie verfaßt Romane für Erwachsene sowie Kinder- und Jugendbücher. Desweiteren arbeitet sie als Literaturscout für Agenturen.





 1.) Gabriella, auch bei Dir möchte ich natürlich als erstes wissen, wie und wann es bei Dir losging mit dem Schreiben?


Vor zehn Jahren habe ich eines Nachts geträumt, ich hätte einen Roman geschrieben. Das fand ich so absurd, dass ich irgendwann dachte: Vielleicht ist das ja ein Zeichen?! Noch am selben Tag setzte ich mich an den Laptop und begann zu schreiben … und zwar meinen Debütroman 

2.) Welches war Dein erstes Buch?

… „Die Promijägerin“, in dem ich ein bisschen über meine Arbeit als Programmleiterin eines Verlags plaudere, der auf Bücher mit Promis spezialisiert war. In den fünf Jahren, in denen ich mit diesem Metier zu tun hatte, habe ich natürlich so einiges erlebt, das ich garantiert nie vergessen werde ;-). 

3.) Woher nimmst Du die Ideen für Deine Bücher und baust Du auch (eigene) Lebenserfahrungen ein?

Die Ideen fliegen mir tatsächlich so zu, aber in erster Linie werde ich inspiriert durch Beobachtungen, die ich an den Orten mache, an denen meine Bücher spielen. Eigene Lebenserfahrungen sind natürlich eine wichtige Basis, gerade weil ich aus der Ich-Perspektive erzähle. 

4.) Liest Du selber auch gerne und wenn ja was?

Ich lese, seit ich ein Buch in den Händen halten konnte. So hat mich die Liebe zu Büchern auch zu meiner Ausbildung zur Buchhändlerin geführt und später zu meinen Tätigkeiten in der Verlagsbranche. Obwohl ich neben dem Schreiben wenig Zeit zum Lesen habe, nehme ich sie mir. Manchmal rezensiere ich sogar Bücher, weil ich immer noch Freude daran habe, schöne Romane zu empfehlen. Mein neuestes Projekt in dieser Hinsicht ist die Lesereihe „Frau E.´ s musikalische Lesecouch“ (https://www.facebook.com/pages/Gabriella-Engelmann-Frau-E/796712953704674?ref=hl) , in der ich alle zwei Monate Autoren-Gäste zu in den Logensaal der Hamburger Kammerspiele einlade, interviewe und natürlich deren Lesungen lausche. 

5.) Bist Du Papier- oder Ebookliebhaberin?

Bislang besitze ich keinen Reader, da ich durch die Arbeit am PC und das häufige Nutzen des Smartphones eh zu viel vor irgendwelchen Bildschirmen hocke. Außerdem liebe ich es nach wie vor, ein Buch in den Händen zu halten, es zu befühlen, den Duft des Papiers zu schnuppern – und es im Regal stehen zu haben. Doch gerade in Hinblick auf übervolle Koffer
werde ich beim nächsten Urlaub einen Reader mitnehmen. 

6.) Was ist Dein schönstes Erlebnis in Bezug auf Schreiben?

Die Begegnungen mit den Menschen, die damit in Verbindung stehen. In allererster Linie natürlich der Austausch mit meinen Lesern, aber auch Erlebnisse auf Recherchereisen. Ein High-Light ist aber definitiv die Korrektur der Satzfahnen, kurz bevor das jeweilige Buch in
den Druck geht. Dann weiß ich: es ist alles fertig – der neue Roman wartet jetzt auf seine Leser.

7.) Wie sehen Deine weiteren Buchpläne aus?

Gerade habe ich die letzen Handgriffe an dem Roman beendet, der im April 2015 erscheint, die Fortsetzung von EINE VILLA ZUM VERLIEBEN, die dann in neuer Ausstattung auf den Markt kommen wird. Aktuell schreibe ich nach einer längeren Pause im Jugendbuch wieder an einem neuen, dessen Inhalt aber noch streng geheim ist ;-) Ich kann nur so viel sagen: Es erscheint im Juni 2015. 

8.) Was bedeutet Dir Schreiben, was magst Du da besonders?

Ich liebe die Recherchen und das Eintauchen in fremde Welten. Ich liebe es, wenn plötzlich Figuren in meinem Manuskript auftauchen, die es im Exposé noch gar nicht gab. Sprich: wenn der Stoff beginnt, ein Eigenleben zu entwickeln und mich zu überraschen … 

9.) Wie motivierst Du Dich bei einem Schreibtief oder einer Schreibblockade?

Da hilft erfahrungsgemäß am besten: Cool bleiben! In der Regel gibt sich alles, sobald ich andere Dinge getan, also zum Beispiel die Wohnung geputzt, meine Ablage gemacht, die Blumen auf der Terrasse gepflegt oder etwas Leckeres gekocht habe. Wenn das alles nicht funktionier, dann auf alle Fälle ein schönes Schaumbad. Da sprudeln die Ideen immer. 

Vielen Dank, liebe Gabriella. Die Autorin hat auch eine eigene Webseite

www.gabriella-engelmann.de





Und hier eine Auswahl von Gabriellas Bücher. Sehr empfehlen kann ich z.B. Eine Villa zum Verlieben und Jagdsaison für Märchenprinzen :-)







 

Interview mit der Autorin Anica Schriever

Ich habe mit der Autorin Anica Schriever ein schönes Interview geführt.

Ancia Schriever ist ein Kind der 80-er, sie wurde 1983 geboren und liebte schon in frühster Jugend das Schreiben, was prägend war für ihren Beruf als Autorin, was sie auch im Interview verrät.
Die sympathische Autorin hat bisher 2 Taschenbücher veröffentlicht, "Zuckerguß" und "Wer ICH sagt muß auch LIEBE DICH sagen".  "Zuckerguß" habe ich schon gelesen, und der Roman hat mir sehr gefallen, zumal er teilweise in Hannover spielt, meiner alten Heimatstadt. Das zweite Buch von Anica habe ich auch schon und wenn ich es durch habe, werde ich für beide Bücher eine Rezension schreiben.

Doch vorab erstmal das Interview, welches ich mit Anica geführt habe.


1.) Anica, erzähl doch mal, wie Du zum Schreiben gekommen bist

Also geschrieben habe ich eigentlich schon immer gerne. Bereits in der Schule war neben Geschichte, Deutsch mein liebstes Fach, insbesondere, wenn es darum ging, Aufsätze zu schreiben. Dadurch bin ich zur Schülerzeitung und auch zur Stadtschülerzeitung gekommen. Aber auch in meiner Freizeit fing ich immer mehr an, mir selbst Geschichten auszudenken und diese dann aufzuschreiben. Über die Jahre stapelten sich so zahlreiche Romananfänge in meiner Schublade. Zwar spielte ich manchmal schon mit dem Gedanken, später mal Bücher zu schreiben, aber direkt Schriftstellerin zu werden, konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen. Ich glaube, das war mehr so Wunschdenken. Darum habe ich nach dem Abitur auch erst einmal brav studiert und das Schreiben ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Aber da war diese Idee, die ich schon Jahre mit mir herumtrug und die sich allmählich nicht mehr abschütteln ließ. Während ich also an meiner Magisterarbeit saß, schrieb ich gleichzeitig auch an meinem ersten Roman „Zuckerguss“. Und je länger ich an dem Manuskript schrieb, umso deutlicher wurde mir bewusst, dass es eben genau das ist, was ich später machen wollte: Bücher schreiben.
So gesehen hat sich dieser Wunsch über die Jahre langsam entwickelt – bis er sich eben nicht mehr vertreiben ließ. Mittlerweile könnte ich mir auch gar nichts anderes mehr vorstellen. Denn was kann es schöneres geben, als sich immer wieder neue Geschichten auszudenken und diese dann aufzuschreiben? 

2.) Ist "Zuckerguss" Dein erstes Buch?

Ja, „Zuckerguss“ ist mein Debütroman. 


3.) Was hat Dich zu diesem Buch inspiriert?
Eigene Lebenserfahrungen oder ist es eine fiktive Geschichte?

„Zuckerguss“ ist eine komplett fiktive Geschichte. Allerdings habe ich beim Plotten der Geschichte aus eigenen Erfahrungen bzw. Erlebnissen von Freunden und Bekannten schöpfen können. Irgendwas von mir steckt wohl zwangsläufig immer in meinen Büchern. Zum Beispiel die ganze Studiumsgeschichte von Miriam, die Frage, was nach der Uni kommt, welcher ist der richtige Weg, oder habe ich mich doch falsch entschieden, eigene Erwartungen und die der Familie, der Vergleich mit den alten Klassenkameraden, Karriere oder Kind, etc. pp. – das sind alles Fragen, die nicht nur mich damals beschäftigt haben, sondern auch vieler meiner Kommilitonen und Freunde, wie ich aus Gesprächen erfuhr. Mir ist es immer wichtig in meinen Romanen, dass neben der offensichtlichen Liebesgeschichte auch andere Themen angesprochen werden. Aber wie gesagt, letztlich sind Miriams Geschichte sowie alle anderen Figuren völlig frei erfunden. Zumal ich behaupten würde, dass absolute Gegenteil von Miriam zu sein. Auch wenn wir die Liebe zum Backen gemein haben. J 


4.) Liest Du selber auch gerne und wenn ja was?

Oh ja, sehr. Ich gehe eigentlich nie ohne Buch aus dem Haus. Schon als kleines Mädchen habe ich meine Nase ständig in irgendeinem Buch gehabt und das hat sich seither auch nicht geändert. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich mittlerweile leider nicht mehr so die Zeit zum Lesen finde wie früher, dadurch, dass ich eben nun selber schreibe. Aus
diesem Grund freue ich mich immer, wenn ich ein bisschen Zeit abknapsen kann, um zu Lesen und mich dann voll in die Geschichte eines Buches vertiefen kann. Denn das ist neben dem Schreiben immer noch mein liebster Zeitvertreib.
Lesen tue ich dabei eigentlich querbeet, außer Horror und Science Fiction. Am liebsten aber nach wie vor romantische Liebeskomödien und Thriller. 


5.) Was ist Dein schönstes Erlebnis in Bezug auf Schreiben?

Wenn ich von Lesern die Rückmeldung bekomme, dass Ihnen mein Buch bzw. die erzählte Geschichte ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Dass sie das Buch am Ende zufrieden zugeklappt haben und für einige Zeit in die Welt meiner Figuren eingetaucht sind, also einfach sich gut unterhalten gefühlt haben. Vor allem freue ich mich immer, wenn ich lese, dass eine bestimmte Szene, an der ich möglicherweise ziemlich lange gesessen habe (und vermutlich mehr als einmal verflucht habe J ), genau so beim Leser angekommen ist, wie ich es beim Schreiben beabsichtigt habe. Das ist mit eines der schönsten Komplimente, wenn das geklappt hat. Denn ich schreibe ja nicht nur für mich, sondern auch für meine Leser. Sie sollen sich gut unterhalten fühlen während der Lektüre meiner Bücher. Denn wenn ich das erreicht habe: Ja, besser geht es doch nicht! Und genau deswegen liebe ich meinen Job auch so sehr. 


6.) Wie sehen Deine weiteren Buchprojekte aus?

Momentan schreibe ich an meinem dritten Roman, aber da ist noch nichts spruchreif. Aber ich kann schon soviel verraten, dass ich meinem Genre treu bleibe. Des Weiteren arbeite ich an einem Kurzroman, in dem eine bereits bekannte Figur aus einem meiner Romane ihre eigene Geschichte bekommt. Auch zwei weitere Romanideen sind bereits weitestgehend durchgeplant. 


7.) Was bedeutet Dir Schreiben, was magst Du da besonders?

Schreiben ist etwas, dass unweigerlich zu mir gehört. Ein Teil von mir ist. Ich kann auch gar nicht anders: ich muss schreiben. Muss mir jeden Tag aufs Neue Geschichten und Figuren ausdenken. Es gibt nichts Schöneres. Klar ist es manchmal hart und anstrengend, trotzdem möchte ich nicht tauschen. 


8.) Magst Du lieber Bücher aus Papier oder Ebooks? Wo siehst Du die Nach- bzw. Vorteile?

Ich muss ehrlich zugeben, ich bin da ein bisschen altmodisch veranlagt, denn ich liebe das gedruckte Buch. Sehr, sehr, sehr. Dieses Gefühl, wenn man ein neues Buch aufschlägt, das Rascheln der Seite, der Geruch, dieses ganze haptische und wohl auch emotionale Erlebnis, das man dabei hat, da kann ein E-Book einfach nicht mithalten.
Allerdings mag ich auch E-Books und weiß durchaus um deren Vorteile. Innerhalb von Sekunden hat man ein neues Buch, statt einem dicken Wälzer hat man nur einen Reader in der Hand, der vielleicht grade mal soviel wiegt wie 1,5 Tafeln Schokolade – und vor allem die Tatsache, dass man sich die Schriftgröße einstellen kann, darf man nicht
unterschätzen. Und statt in den Urlaub mit einem extra Koffer voller Bücher zu fahren, steckt man seine Bibliothek einfach in die Handtasche. Das ist schon ganz nett.
Trotzdem ziehe ich immer das gedruckte Buch vor. Damit bin ich nun einmal aufgewachsen und das möchte ich ungern missen, da ich hiermit auch sehr viele Erinnerungen verbinde. 


9.) Warst Du auch schon mal in einer Situation wo Du eine Schreibblockade hattest? Wie gehst Du damit um bzw. wie motivierst Du Dich?

Na klar! Schreibblockaden treten meistens dann auf, wenn die Geschichte an einer bestimmten Stelle im Manuskript irgendwie hakt. Wenn ich etwas nicht sauber durchgeplottet habe oder dergleichen. Dann muss ich zurückgehen und gucken, wo genau das Problem liegt und schauen, dass ich es geändert bekomme. Wenn ich das ausgemerzt habe, dann läuft es meistens auch wieder mit dem Schreiben. Das kann manchmal nervend und anstrengend sein, aber da muss man dann durch. Denn von der Idealvorstellung, dass man nur darauf warten muss, bis einen die Muse küsst, sollte man sich als Autor ohnehin ganz schnell verabschieden. 


10.) Was ist Dein Lieblingsbuch?


Oh, da gibt es eine ganze Reihe. Aber ein Buch, dessen Geschichte mich nachhaltig beeindruckt hat und mich bis heute fasziniert, ist „Buddenbrooks“ von Thomas Mann. 

Vielen Dank, liebe Anica, für dieses ausführliche Interview.
Mehr Infos zu der Autorin findet Ihr auf ihrer Webseite

www.anica-schriever.de





Die Bücher von Anica:




Samstag, 11. Oktober 2014

Besuch der Buchmesse in Frankfurt

Am 11.10.2014 war es soweit, für mich erfüllte sich ein Traum, denn das erste Mal konnte ich eine Buchmesse besuchen. Dafür mußte ich weit fahren, bis nach Frankfurt, aber es hat sich gelohnt, denn es gab viel zu sehen.

Ich war schon vormittags auf dem Messegelände, um die Zeit gut nutzen zu können. Das erste, was mir auffiel, als ich das Messegelände betreten hatte, waren viele verkleidete Menschen, einige liefen z.B. wie die Figuren aus Stars Wars rum, ebenso hatten sich viele mangamäßig verkleidet, so dass ich Kostümierungen aller Art sah.

Die erste Messehalle die ich mir ansah, war die Halle, wo viele namhafte Verlage ihre Bücher ausstellten, z.B. Heyne, Goldmann u.s.w.. Es gab Bücher ohne Ende zu sehen, natürlich zumeist Neuerscheinungen. Die Bücher durften auch zum Lesen und Anschauen aus dem Regal genommen werden, es gab viele Sitzgelegenheiten und Leseecken. Ebenso waren Mitarbeiter der Verlage vor Ort, die Auskunft gaben und Beratung gaben, wenn Fragen auftauchten.
Einige Autoren waren persönlich vor Ort und stellten ihre Bücher vor, mit anschließender Signiermöglichkeit. Ich sah Sebastian Fitzek, Jürgen Domian, Susanna Ernst, Merelie Weit und viele andere.
Desweiteren gab es Infoveranstaltungen, Interviews und und und. Ich wußte manchmal gar nicht, wo ich zuerst hingehen sollte. :-)

Ein kleines Manko war die Überfüllung (gerade vor den Autorenständen wurde gedrängelt ohne Ende) und die etwas stickige Luft in den Hallen. Aber dafür gab es eben auch viel zu sehen.

Draußen vor den Hallen war eine Bühne aufgebaut wo einige Prominente Lesungen gaben, wie z.B. Katja Burkhard, die aus ihrem Kinderbuch vorlas.
Auch Musik gab es zu hören.

Es gab auch Hallen ohne Bücher, so besuchte ich eine Halle, wo es Sachen anzuschauen gab wie Klangschalen, Kuscheltiere, Stifte, Papier und vieles anderes. Die Sachen konnten auch teilweise käuflich erworben werden.

Zahlreiche Cafes und Imbißstände luden zum Verweilen ein, aber Wartezeit mußte eingeplant werden, da die Schlange recht groß war, kein Wunder bei sovielen Menschen.

Bis zum Schluß hielt ich mich auf der Messe auf, es gab soviel zu sehen, dass ich wirklich den Tag gut nutzte.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich fuhr mit vielen Eindrücken, Bücherm und Prospekten sowie einigen Geschenken nach Hause.

Nun ist geplant, im März 2015 die Buchmesse in Leipzig zu besuchen.





Sonntag, 28. September 2014

Buchrezi "Traummann aus der Zukunft" von Merelie Weit

"Traummann aus der Zukunft" ist ein schön geschriebener Frauenroman über eine Liebe, die in der Zukunft liegt.

 Inhalt


Emilia, eine junge Frau Mitte 30 lebt in Berlin. Sie führt eine Beziehung mit Bernhard, ist aber in dieser Beziehung nicht mehr glücklich, denn Bernhard entpuppt sich als langweilig und dauernörgelnd. Insgeheim sehnt sie sich nach einer neuen Liebe.
Eines Tages trifft sie auf eine Wahrsagerin, die ihr voraussagt, dass sie in naher Zukunft ihren Traummann kennenlernen wird und kann sogar beschreiben wo er wohnt und wie er aussieht. Neugierig geworden macht sich Emilia auf die Suche und trifft auf tatsächlich auf einen Mann namens Erik, auf den die Voraussagen und Beschreibungen der Wahrsagerin auf verblüffende Weise zutreffen. 
Ist Erik wirklich der "Traummann aus der Zukunft"? Emilia versucht es herauszufinden....

 Meine Meinung

Als ich den Inhalt des Buches las dachte ich zuerst, na, könnte das nicht ein etwas unglaubwürdiges Buch sein? Ein Traummann aus der Zukunft? Da ich aber das erste Buch von Merelie, "Traummann zum Frühstück" schon kannte und mir dieses sehr gut gefiel, wollte ich auch das andere Buch von ihr lesen. Und ich war positiv überrascht. Da ich in Berlin wohne, gefiel mir natürlich besonders gut, dass das Buch in Berlin spielt, aber auch die Geschichte als solches ist sehr schön erzählt. Ich habe mit der Hauptdarstellerin mitgefiebert, ob sie ihren Traummann wirklich findet und es der von der Wahrsagerin beschriebene Mann ist. Durch den schönen Schreibstil der Autorin wirkte das Buch auch gar nicht albern oder unglaubwürdig.
Ich glaube, in Zukunft (passend zum Titel) werde ich Wahrsagerinnen auch mit anderen Augen sehen. :-)

Das Buch gibt es mit verschiedenen Covern, es gibt eine Ausgabe mit einem gezeichneten Cover und eine Ausgabe mit einem blauen Hintergrund (siehe unteres Foto). Ich finde beide Cover schön, aber das unten gezeigte ist etwas farbenfroher.





Buchrezi "Ex und Mops" von Tina Voß

 Ein sehr schönes und witzig geschriebenes Buch, welches vor kurzem erschienen ist, möchte ich hier vorstellen:


 Inhalt

Kay ist Junior-Personalreferentin und lebt mit Johannes, einem Läufer und Veganer zusammen. Ihre Freundin Klara geht für ein Jahr ins Ausland und Kay entschließt sich spontan die Wohnung und vor allem Mops Bernd zu hüten.

Doch dann bricht das Chaos aus, Kay wird im Job degradiert, ihr Privatleben ist ein Scherbenhaufen und die Erziehung von Bernd gestaltet sich nicht immer als leicht, denn der Mops hat seinen eigenen Kopf.
Da kommt der Tierarzt Ludger gerade richtig, doch den kann wiederum Mops Bernd nicht ausstehen... Werden sich Ludger und Bernd noch arrangieren? Und wie geht es mit Kay weiter? Das erfahrt Ihr in diesem toll geschriebenen Buch.

Meine Meinung



Ich war sehr neugierig auf das Buch, gerade weil es der Erstroman von Tina Voß ist. Und ich war begeistert beim Lesen, mir liefen einige Male die Lachtränen. Der Schreibstil von Tina Voß ist witzig und erfrischend humorvoll, aber ohne albern zu wirken.
Die Hauptdarsteller, besonders Mops Bernd, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Denn dieser Mops ist wirklich ein außergewöhnlicher Hund!
Da ist eine Fortsetzung doch geradezu ein Muß?!

Ich finde auch die Gestaltung des Buches sehr ansprechend, die meergrüne Coverfarbe mit dem Mops fällt sofort ins Auge und originell finde ich auch die aufgedruckten Mopsfiguren am Rand des Buches, die wie kleine Stempel wirken.



Buchrezi "Das Geflecht" von Andreas Laudan

 Ein sehr spannender Thriller über eine Rettungsaktion von Verschütteten in einer Höhle

Inhalt 

Der 17-jährige Justin und seine Freunde schleichen sich in ein stillgelegtes Bergwerk, um dort eine Party zu feiern. Die Schlüssel haben sie ihrem Vater geklaut, der ab und zu Messungen dort macht. Doch das Abenteuer nimmt einen unerwarteten Lauf, denn zwei der jungen Leute stürzen in einen tiefen Schacht und bleiben verletzt liegen.  Die Rettungsmaßnahmen gestalten sich als schwierig und die blinde Höhlenforscherin Tia wird zu Hilfe gebeten. Trotz ihrer Seebehinderung ist sie eine Expertin in Sachen Höhlenrettung und erklärt sich auch sofort bereit, die verletzten Jugendlichen zu bergen. Doch während der Bergungsversuche stürzt der Schacht ein und verhüllt alles in tiefe Dunkelheit. 
Bald stellen Tia und die Verschütteten fest, dass sie nicht alleine zu sein scheinen. Ein Pilz,der sich rasend schnell ausbreitet und von lebenden Organismen ernährt erschwert die Rettungsarbeiten. Wird es Tia gelingen, sich und alle anderen Verschütteten zu befreien oder werden sie in der Tiefe der Höhle zurückbleiben?

Meine Meinung


Ich habe das Buch nahezu in einem Rutsch durchgelesen, da ich es sehr spannend geschrieben finde. Die Hauptdarsteller, besonders die blinde Tia wirken sympathisch. Trotz ihrer Blindheit bewegt sie sich zielsicher durch die unterirdischen Gänge und das beschreibt Andreas Laudan so authentisch, dass es nicht übertrieben wirkt. Das Buch ist aus verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben, so dass es beim Lesen wirklich nicht langweilig wird. Ähnlich wie bei einem guten Thrillerfilm arbeitet auch Andreas Laudan mit Gruseleffekten und Schockmomenten. Der Leser fiebert geradezu mit, ob es Tia gelingen wird, alle Verschütteten zu befreien.
Auch das Cover finde ich gut gelungen, sowohl von den Farben her als auch von der Gestaltung. Das Gesicht hinter dem Geflecht finde ich persönlich zwar nicht so passend für das Cover, aber trotzdem erzeugt auch das Cover schon Spannungsgefühle.

Wer also mal ein richtig spannendes Buch lesen möchte, dem kann ich dieses empfehlen.
Es gibt auch einen zweiten Band um die junge Höhlenforscherin Tia mit dem Namen "Das blaue Leuchten". Auch dieses Buch spielt wieder in einer Höhle.



Mittwoch, 24. September 2014

Autoreninterview mit Tina Voß

Wieder durfte ich ein schönes Autoreninterview führen, diesmal mit Tina Voß, die vor kurzem  ihren ersten Roman "Ex und Mops" veröffentlicht hat .

Tina Voß, geboren 1969 in Seesen/Harz, ist ein wahres Multitalent. Im Alter von 26 Jahren gründete sie
ihr eigenes Zeitarbeitsunternehmen, die Tina Voß GmbH , die seitdem sehr erfolgreich läuft und ihr am Herzen liegt.
Aber auch das Schreiben ist etwas, das Tina Voß viel Freude macht, und so erfüllte sich die sympathische Hannoveranerin ihren Traum vom eigenen Buch. Ich habe es schon (fast) durchgelesen und kann es sehr empfehlen. Ein Buch für Mopsliebhaber und solche die es werden wollen.



1.) Tina, Sie sind ja beruflich eigentlich nicht Autorin, sondern haben Ihre eigene Firma.  erzählen Sie doch bitte mal, wie Sie zum Schreiben gekommen sind. War das schon ein Kindheitstraum von Ihnen oder kam der Wunsch dazu erst später? Und soll das Schreiben Ihr "zweites Standbein" werden?
 
Für unsere Firmen-Homepage schrieb ich schon jahrelang Kolumnen. Dazu kamen Artikel, Mailings und Texte für alles Mögliche. Ich mag Wörter und ohne Bücher kann ich nicht sein. Irgendwann verschlang ich die druckfrische Millennium-Trilogie von Stieg Larsson und fragte mich, was er so anders machte. Wieso gefielen mir andere Bücher nicht so gut. Ich wurde neugierig und las Biografien von Autoren und verschiedenste Schreibratgeber. Verblüfft stellte ich fest: es ist ein Handwerk. Man kann es lernen. Die nächste Frage war dann nur logisch. Wenn das erlernbar ist, könnte ich das etwa auch? Ich buchte ein 24-monatiges Fernstudium Belletristik und vor dessen Ende noch 30 Monate den Kurs Romanwerkstatt. Ich besuchte diverse Wochenendkurse zu Dramaturgie, Figurenbau usw. Währenddessen schrieb ich nebenbei noch meinen Thriller, der mein eigentlich erstes Buch war.
 
2.) Woher haben Sie die Idee für Ihr erstes Buch genommen? Und ist es eine fiktive Geschichte oder fließen auch eigene Lebenserfahrungen mit ein?
 
Den Thriller schickte ich an eine Agentur und durch einen tollen Kontakt wurde ich vom Dryas-Verlag gefragt, ob ich Lust hätte, einen Chicklit-Roman (Chicklit: lustiger Frauenroman) mit Hund zu schreiben. Ich hatte. Und vor allem bin ich seit 11 Jahren die Besitzerin eines Mopses. So stand die erste Hauptfigur schon fest. Vor allem seine Lebenserfahrungen sind mit eingeflossen. Die Geschichte selber ist fiktiv, hat aber im wahren Leben ein paar Anleihen genommen. Der Thriller hatte im Entstehen einen ganz anderen Verlauf. Da kam ich über eine Geschichte mit Fußball-Wettbetrug zu einem komplett anderen Plot. Der sehr viel böser wurde, als ich anfangs erwartet hatte.
 
4.) Lesen Sie selber auch gerne und wenn ja was, welche Genres? Und mögen Sie lieber, Bücher aus Papier oder Ebooks? Wo sehen Sie die Vor- bzw. Nachteile?
 
Ich lese immer! Am liebsten Thriller/Krimi und danach die lustigen Sachen aus dem Chicklit-Bereich. Ich lese Bücher aus Papier, aber auch EBooks. Auf Reisen und im dunklen Zelt schlägt das EBook die Papierausgabe. Aber ansonsten mag ich das haptische Gefühl von Papier gerne.
 
5.) Was ist Ihr schönstes Erlebnis in Bezug auf Schreiben?
 
Zum einen war die Hilfsbereitschaft von Freunden und auch Fremden bei Fragen zu deren Spezialgebieten umwerfend groß. Aber mein Highlight war während eines Wochenend-Kurztrips die Frage einer Freundin zu einer real erlebten Situation, die in meinem Hirn einen Plot für einen ausgesprochen bösen Thriller entstehen ließ, der mich faszinierte. Ich rannte zu meinem Notizbuch und schrieb eine Stunde wie besessen. Danach saß ich auf der Rückfahrt glücklich auf dem Beifahrersitz und umklammerte mein Notizbuch.
 
6.) Wie sehen Ihre weiteren Buchprojekte aus? Ist ein weiterer Roman geplant oder vielleicht sogar mal eine Biographie?
 
Aktuell arbeite ich am 2. Teil von „Ex & Mops“, Arbeitstitel: Kein Mops ist auch keine Lösung. Dann hoffe ich, dass mein erster Thriller einen tollen Verlag findet. Wenn das erledigt ist, möchte ich gerne den Plot aus Frage 5.) in eine ganze Geschichte gießen.
 
7.) Was bedeutet Ihnen Schreiben, was mögen Sie da besonders?
 
Es ist faszinierend, wenn aus einer Idee, einem Gedankenfetzen oder einer Figur eine Geschichte wird. Beim Chicklit ist das Schreiben selber das Größte. Wenn mir gute Dialoge einfallen, bin ich rundum zufrieden. Beim Thriller ist es das Plotten. Wie hängt alles zusammen? Wo lege ich die Spuren? Welche Spannungskurve brauche ich noch? Wenn alle losen Enden zueinander finden, ist das ein tolles Gefühl.
 
8.) Wie motivieren Sie sich bei einem Schreibtief oder einer Schreibblockade?
 
Ich bin aufgrund der knappen Zeit, die ich neben dem normalen Job habe, sehr diszipliniert. Im Unternehmerinnenleben muss ich auch weitermachen, wenn ich mal keine Lust habe. Da ich die einzelnen Szenen im Voraus mit einigen Sätzen plane, komme ich nie in eine Blockade rein. Wenn ich keine Lust zum Schreiben habe, plotte ich, formuliere ein paar Szenen detaillierter aus oder recherchiere ein wenig. Oder ich schreibe eine Szene, zu der ich mehr Lust habe.
 
9.) Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie ihr eigenes Buch in den Händen hielten? Sicherlich war das ein besonderer Moment?
 
Ich kam aus dem Urlaub, stand noch in Wanderstiefeln im Flur, habe das Paket aufgerissen und sofort der Nachbarin das erste Exemplar geschenkt, die die Post angenommen hatte. Vielleicht liest die gar nicht, aber sie hatte keinen Chance, in meiner Euphorie das Buch abzulehnen.
 
10.) Wer sind Ihre Lieblingsautoren (die Frage kann man natürlich auch mit Frage 4 zusammen beantworten)?
 
Stieg Larsson – ganz klar mein Held
Lee Child – zum Entspannen gutes, bewährtes amerikanisches Helden-Militär-Geheimdienst-Gedöns
Mo Hayder – ich will so böse sein wie sie bei „Die Behandlung“
Kathrin Lange, Andreas Eschbach, Wulf Dorn, Sebastian Fitzek, Nele Neuhaus, Britta Sabbag, Hans Rath usw. Ich habe mindestens 40 Lieblingsautoren und in meinem Herzen noch Platz für hundert weitere.

Vielen Dank liebe Tina!
 

Und so sieht das Buchcover aus:



 
 


Mittwoch, 10. September 2014

Autoreninterview mit Nancy Salchow

Von Nancy Salchow habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mir sehr gefallen haben. U.a. hat sie die Romane veröffentlicht

- Das Leben, Zimmer 18 und Du

- Nur eine Stimme entfernt

- Kirschblütentage

u.a.

Sie hat auch einen Roman veröffentlicht, in welchem sie eigene Lebenserfahrungen, eine Depressionserkrankung, verarbeitete ("Das Leben, Zimmer 18 und Du", und die Fortsetzung "Eins plus eins macht Leben".)

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie für ein Interview bereit war.


1.) Nancy, was bedeuten Dir Bücher?

Bücher, die ich lese, bedeuten für mich Ruhe, dem Alltag entfliehen 
können, sich mit Leib und Seele in Worte zu kuscheln. Selbst welche zu 
schreiben ist eine unersetzbare Möglichkeit, all meine Ideen verpacken 
zu dürfen. Eine Möglichkeit, auf die ich nicht verzichten möchte.


2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen? War das schon ein 
Kindheitstraum von Dir oder kam das erst später?

Es ist mein Traum gewesen, solange ich denken kann. Schon als kleines 
Mädchen habe ich meinen Grundschulkameraden erfundene Geschichten 
erzählt. Ich erinnere mich noch wie heute daran, dass ich sie beim 
Erzählen erfunden habe und der Inhalt der Geschichte am Ende nichts 
mehr mit ihrem Titel zu tun hatte.


3.) Was war Deine erste Veröffentlichung?

"Herzliche Restgrüße", ein eBook, das im September 2011 bei Neobooks, 
dem eBook-Label von Droemer Knaur erschien.


4.) Du hast ja auch ein Buch über Deine Erkrankung Depressionen 
geschrieben. Wie haben die Leser auf das Buch reagiert, gab es mehr 
positive Resonanz oder mehr negative?

Ich habe erstaunlich viele positive Reaktionen erhalten, vor allem von 
Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben bzw. sich teilweise 
richtig erschrocken haben, weil sie das Gefühl hatten, ihr eigenes 
Tagebuch zu lesen, so sehr deckten sich unsere Erfahrungen - nicht 
nur, was die Krankheit betrifft, sondern auch die eigene persönliche 
Situation. Sicher gab es auch das ein oder andere negative Feedback, 
was entweder daran lag, dass dem jeweiligen Leser meine Art, dieses 
Tagebuch zu schreiben, nicht professionell genug war (eben weil er 
trotz allem wohl ein richtiges Buch erwartet hat) oder aber - und 
dieses Vorurteil gibt es leider immer wieder Depressiven gegenüber - 
dass man mich als zu egoistisch betitelte, eben weil ich mein altes 
Leben hinter mir gelassen habe. Der Großteil befürwortete allerdings 
meine Entscheidung und stand voll hinter mir - und genau das habe ich 
so nie erwartet. Eben weil es mir in erster Linie darum ging, das 
alles durch das Schreiben zu verarbeiten. Die Reaktionen waren ein 
Nebeneffekt, mit de ich nie gerechnet hätte.


5.) Was liest Du selber gerne, was findet man in Deinem Bücherregal?

Familienromane, Geschichten mit geschichtsträchtigen Häusern im 
Mittelpunkt - idyllisch, warme Atmosphäre - ich muss entspannen können.


6.) Was sind Deine nächsten Pläne/Projekte in Sachen Bücher?

Ein besonderes Projekt ist noch weit davon entfernt, spruchreif zu 
sein, ich hoffe allerdings, dass sich dies bald ändern wird. Derzeit 
arbeite ich aber auch an "Novalee's Island" - einer E-Book-Reihe von 
Romanen, die in einem Hotel namens "Novalee's Island" spielen, 
ansonsten aber eigene Protagonisten und Handlungsstränge haben. 
(www.nancysalchow.de/island) - los geht's mit dem ersten Roman 
vermutlich im Winter dieses Jahres.


7.) Magst Du Bücher aus Papier lieber oder bevorzugst Du Ebooks? Wo 
siehst Du jeweils die Vor- bzw. Nachteile?

Ich finde es toll, dass ich durch die eBooks die Möglichkeit habe, 
noch mehr Leser zu erreichen. Ich selbst muss aber zugeben, dass ich 
fast ausschließlich "echte" Bücher lese. Da bin ich altmodisch.


8.) Wenn es mal Kritik gibt, wie gehst Du damit um?

Ich versuche sowohl positive als auch negative Kritik nicht allzu sehr 
an mich heranzulassen. Berechtigtes Lob bzw. berechtigte Kritik bringt 
mich natürlich zum Nachdenken, aber ich will mich nicht zu sehr von 
dem Wunsch leiten lassen, es jedem recht zu machen. Das schadet auf 
Dauer nicht nur mir, sondern auch meinen Lesern, weil meine Bücher 
nicht mehr authentisch wären.


9.) Hast Du einen Lieblingscharakter von den Büchern, die Du bisher 
gelesen hast?

Vielleicht OLympia aus dem gleichnamigen Buch von Anita Shreve.

10.) Welchen Rat/Tipp würdest Du jemandem geben, der zum ersten Mal 
ein Buch schreibt?

Versucht, die Freude daran nie zu verlieren, sondern in erster Linie 
für EUCH zu schreiben. Nur wenn ihr selbst mit Herzblut dabei seid, 
kann etwas Wahrhaftiges, etwas Echtes dabei herauskommen.


Mehr über Nancy Salchow findet Ihr auf Ihrer Webseite

www.nancysalchow.de

 

Autoreninterview mit Merelie Weit

Wieder einmal hatte ich die Möglichkeit, ein schönes Autoreninterview zu führen, diesmal mit der Autorin Merelie Weit. Merelie hat die Romane "Traummann zum Frühstück" und "Traummann aus der Zukunft" geschrieben, ebenso  hat sie eine Fantasyreihe verfaßt. Ihre Bücher sind wirklich schön geschrieben, und umso mehr habe ich mich gefreut, mit der netten Autorin ein Interview zu führen:



1.) Merelie, erzähle doch wie Du zum Schreiben gekommen bist. War das schon ein Kindheitstraum von Dir oder kam der Wunsch dazu erst später?

Eigentlich habe ich immer gemalt und wollte irgendwas mit Zeichnen oder Malerei werden. Nebenher habe ich seit der Schule aber auch schon Geschichten geschrieben, und zwar über meine Mitschüler und dabei deren Charaktere verdreht: die Schüchternen wurden zu den Draufgängern und die Vorlauten die Schüchternen. Das kam so gut an, dass meine Klassenkameraden die Hausaufgaben für mich mitgemacht haben, damit ich weiterschreibe.
Ins Abschlusszeugnis schrieb mein Klassenlehrer: „Daphne tut sich besonders durch das Schreiben von Geschichten hervor.“ Das fand ich total lustig, weil Schreiben gar keine Bedeutung für mich hatte. Erst mit Mitte Zwanzig, nachdem mich die Weltliteratur jahrelang in den Bann gezogen hatte und darauffolgend die Pariser Schriftstellerszene der 20er Jahre, hat sich das gedreht, dass ich unbedingt selbst schreiben wollte und die Malerei dann eher zum Hobby wurde.

2.) Ist "Traummann zum Frühstück" Dein erstes Buch?

Nein, es ist mein fünftes. Davor kamen mein „Frühwerk“ Verliebt in einen Teufel (als Helena Moor), dann Traummann aus der Zukunft und dann die ersten beiden Bände meiner Fantasy-Tetralogie Himmelstiefe und Schattenmelodie (als Daphne Unruh).

3.) Du schreibst ja auch Fantasy. Wie kamst Du auf die Idee zu diesem Genre, was hat Dich dazu inspiriert?

Bis auf mein Frühwerk haben alle meine Romane mindestens ein fantastisches Element. Mich hat jetzt kein bestimmtes Buch inspiriert und ich muss zugeben, ich selbst lese nur vereinzelt Fantasy-Bücher (wenn allerdings, dann liebe ich diese Bücher wie zum Beispiel die von Ursula Poznanski oder Andreas Eschbach). Eher fand ich es schon immer eine tolle Vorstellung, dass sich hinter normalen Türen fantastische Welten auftun könnten oder die Welt einfach mehr Dimensionen hat als gemeinhin angenommen. Es macht mir Spaß, die Welt in meinen Büchern zu vergrößern.  Bestimmt spielen dabei meine Träume eine Rolle, in denen ich öfter durch unglaubliche Landschaften und Welten wandle. 
 
4.) Liest Du selber auch gerne und wenn ja was?

Ich liebe Viktor Hugo und überhaupt die französische Weltliteratur. Ich lese total gerne Biographien und Autobiographien. Ich mag Romane mit großen und interessanten Themen, aber ich lese auch viel Sachbücher, in denen es beispielsweise um Zukunftsvisionen, Quantenphysik, Bewusstseinsforschung oder solche Dinge geht. Krimis lese ich eher nicht – immer diese Toten  - und Gedichte auch nicht so.

5.) Was ist Dein schönstes Erlebnis in Bezug aufs Schreiben?

Als ich die letzte Seite meines ersten Romans vor ca. 15 Jahren schrieb und dachte: Wow, ich hab einen ganzen Roman durchgehalten – rein von der Länge. Okay, dann schaff ich das wieder

6.) Wie sehen Deine weiteren Buchprojekte aus?

Derzeit arbeite ich am letzten Band meiner Fantasy-Tetralogie, der im nächsten Frühling erscheinen soll. Gleichzeitig geht mir aber bereits eine neue Dilogie durch den Kopf und ich mache dazu immer wieder Notizen – Es wird wieder Urbanfantasy.

7.) Was bedeutet Dir Schreiben, was magst Du da besonders?

Am schönsten ist es, wenn ich eine neue Idee habe und die ersten Notizen mache. Das Ideensammeln und Plotten macht mir großen Spaß.
Am anstrengendsten finde ich es, die erste Fassung zu schreiben – jeden Tags aufs Neue vor dem weißen Blatt sitzen, stööhn  - Wenn ich dann erst mal das Rohstück erschaffen habe, mit dem ich arbeiten kann, dann wird es wieder entspannter. Ich feile gern am Ausdruck, um immer noch schönere oder treffendere Formulierungen zu finden.
Schreiben bedeutet mir viel. Ein Leben ohne Schreiben – unvorstellbar. Es ist ein Akt der Bewusstwerdung. Immer wieder erfährt man dabei auch etwas über sich selbst. Mit Geschichten kann man Menschen ein paar schöne Stunden bescheren, ihnen Denkanstöße geben, sie vielleicht sogar richtig froh machen oder verändern.

 Ganz lieben Dank an Merelie!










Sonntag, 31. August 2014

Karinas Gedanken zu "Krankheiten in Büchern"

Eine neue Rubrik:

Ich werde nun monatlich oder auch mehrmals im Monat, je nach Lust und Laune, meine Gedanken zu einem bestimmten Thema aufschreiben, was aber mit dem Grundthema Büchern zusammenhängt.

Aufgrund meiner letztes Rezension, wo ich ein Buch rezensiert habe, in dem es um die Krankheit ALS geht, habe ich mir meine Gedanken gemacht über Bücher, in denen das Thema Krankheit behandelt wird.

Ich persönlich lese sehr gerne (wobei gerne vielleicht das falsche Wort ist, mich interessieren solche Bücher, das paßt besser) Bücher über Menschen, die eine schwere Krankheit haben und versuchen mit dieser zu leben. Ich lese diese Bücher nicht aus Sensationsgier, sondern weil sie mich bewegen und mir auf gewisse Weise auch Mut machen. Wenn ich Bücher lese über Erkrankte und wie tapfer sie sind, wie sie versuchen trotz Krankheit ihr Leben zu leben und zu meistern, dann macht mir das Mut für schwache Momente, die auch ich kenne. Ich bin selber auch nicht gesund, ich habe Depressionen und stehe auch dazu. Bei dieser Krankheit ist zwar weniger der Körper betroffen, aber die Seele leidet und auch das kann Schmerzen verursachen, nicht nur seelische sondern durchaus auch körperliche.
Und Bücher, wo Menschen über ihre Krankheit berichten, faszinieren mich, weil ich sehe, dass diese Menschen oft noch viel schwerer erkrankt sind, aber trotzdem nicht aufgeben.

Ich habe auch schon Meinungen gehört, wo Leute sagten, Menschen die in ihren Büchern über Krankheiten berichten, wollen nur Aufmerksamkeit, nur Mitleid erregen. Ich sehe das anders. Klar, sie bekommen durch so ein Buch sicherlich Aufmerksamkeit und Mitleid. Aber zum einen, ist das so verkehrt, dass ein Mensch der erkrankt ist, auch ein bißchen Zuspruch möchte?  Und zum anderen glaube ich, dass das Hauptziel dieser Leute ein anderes ist, nämlich Mut zu machen und zu zeigen "Hey, ich habe zwar eine schwere Krankheit, aber ich kämpfe oder ich habe gekämpft. Und das schafft Ihr auch".

Ich habe auch Bücher von erkrankten Menschen gelesen, die es nicht geschafft haben und an ihrer Krankheit verstorben sind, aber auch da war zu spüren, dass die Betroffenen gekämpft haben bis zum Schluß.

Ich lese jetzt natürlich nicht ständig Bücher über Krankheiten, zwischendurch brauche ich auch mal Literatur zum Schmunzeln, zum Abschalten.
Aber ab und zu lese ich solche Bücher. So lernt man auch verschiedene Krankheitsbilder besser kennen und kann dadurch mit Betroffenen vielleicht besser umgehen.

Trotzdem wünsche ich mir und allen anderen das Kostbare: Gesundheit!

Buchrezension "Solange mein Herz für Euch schlägt" von Sabine Niese

Ein sehr bewegendes Buch was ich vor einiger Zeit gelesen habe und was im Moment durch die sogenannte Icebucket-Challange sehr aktuell ist, ist die Biographie von Sabine Niese, die über ihre Krankheit ALS berichtet.

Inhalt


Sabine Niese ist eine gesunde lebenslustige Frau mit Familie und Beruf, als ihr Leben plötzlich eine Wendung macht, sie erkrankt schwer an ALS, eine Erkrankung des Nervensystems.
In ihrem Buch erzählt sie sehr offen wie sie mit der Krankheit umgeht, wie sich ihr Leben dadurch verändert hat und wie sie trotzdem versucht, die Hoffnung zu bewahren. Von den Ärzten wird ihr keine allzulange Lebenserwartung mehr prophezeit, doch trotz der Erwartungen der Ärzte ist Sabine noch am Leben und versucht ihren Alltag mit dieser Erkrankung zu meistern.
Dabei stehen ihr natürlich Familie und Freunde zur Seite, aber trotzdem gab und gibt es viele Hürden zu überwinden und nicht immer geht man sorgsam mit ihr um. So erzählt sie in ihrem Buch auch von manchen Situationen, wo sie aufgrund ihrer Behinderung beschimpft oder nicht ernst genommen wird. Auch finanzielle Sorgen treffen die Familie.
Doch trotz allem spürt der Leser, dass Sabine nicht den Mut verliert und auch das Lachen nicht verlernt hat.
Die Krankheit versteht man nach dem Lesen dieses Buches besser.


Meine Meinung



Ich finde das Buch sehr gut geschrieben. Sabine wirkt von Anfang sehr sympathisch. Auf dem Cover ist nicht etwa eine traurige in sich gekehrte Frau zu sehen, sondern eine Frau die herzlich lacht. Obwohl ihr Leben mit dieser Erkrankung alles andere als leicht geworden ist, hat sie sich ihren Humor bewahrt. Das Buch beschönigt auch nichts, Sabine erzählt von vielen Hürden und Schwierigkeiten.

Gut gefallen hat mir an dem Buch, dass es nicht nur durch die "rosarote Brille" geschrieben wurde a la "Ich habe zwar diese Krankheit, aber das Leben ist trotzdem schön und alles ist in Ordnung". Nein, Sabine zeigt auch ehrlich Situationen auf, wo ihr zum Weinen zumute ist, wo sie sich schwach fühlt und genervt ist von ihrer Krankheit.
Aber man spürt, sie ist eine Kämpferin, die nicht aufgeben wird.
Ein Buch, das bewegt und nachdenklich macht. 

Am Schluß des Buches schreibt sie einen sehr bewegenden Brief an ihre Kinder.

Sabine hat auch einen eigenen Blog, wo sie regelmäßig über ihre Krankeit schreibt:

http://hetz-jagd-ins-licht.de/










Dienstag, 19. August 2014

Buchrezension "Engel mit Herzklopfen"

Ein wahrhaft himmlischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat

Inhalt


Nataschas Mann kam vor einigen Jahren bei einem Unfall ums Leben. Seitdem versucht sie ihr Leben mit ihren Kindern alleine zu meistern, was für sie nach dem Verlust ihres Mannes natürlich nicht immer leicht ist. Doch sie hat einen guten Aufpasser, ihren Schutzengel Josiah. Josiah ist zwar unsichtbar, aber über beide Engelohren in Natascha verliebt. Darum verrät er immer mehr von seiner Identität, was Natascha und die Kinder auch spüren, so haben sie mehr als einmal das Gefühl, dass jemand in der Nähe ist.
Doch dann taucht ein menschlicher Konkurrent auf und nun muß Josiah handeln.... Er wechselt in die menschliche Realität und versucht, Nataschas Gunst für sich zu gewinnen.
Für wen wird sich Natascha entscheiden? Das erfahrt Ihr in diesem schönen Buch



Meine Meinung

Ich persönlich glaube ja sehr an Engel und habe auch meine eigenen Erfahrungen mit Engeln gemacht, darum hat mich dieser Roman besonders angesprochen, und ich war auf das Buch gespannt.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, ich denke, sie wird auch Menschen ansprechen, die nicht so sehr an Engel glauben, weil es ja nicht nur um das Thema Engel geht, sondern auch um eine schön erzählte Liebesgeschichte.

Die Protogonisten wirken sehr sympathisch und ich habe mit Josiah richtig mitgefiebert, bei dem Versuch "seiner " Natascha näher zukommen. Mir gefällt auch der Schreibstil der Autorin, der das Buch zum Lesespass werden läßt.

Ein schönes Buch für alle die mal abschalten und in eine schöne Liebesgeschichte eintauchen möchten.





Sonntag, 17. August 2014

Interview mit der Buchautorin Sabine Leipert

Ich habe ein sehr nettes Interview mit der Autorin Sabine Leipert geführt.

Sabine Leipert wurde 1973 in Bünde geboren und wuchs im Örtchen Enger auf. Wer das nicht kennt, das macht nichts (so schreibt Sabine selber). Heute lebt die Autorin in Köln.

Sie hat 3 Romane geschrieben über eine junge Frau namens Karina Schneider (es war für mich übrigens auch toll, mal auf Bücher zu stoßen, in  denen eine Karina die Rolle spielt). :-) Die Bücher heißen

- "Wackelkontakte"

- "Geheimnummer"

- "Seitenwechsel"

Rezis zu diesen Büchern folgen natürlich noch. Dann schreibt Karina über Karina :-)

Aber heute erstmal vorab das schöne Interview mit Sabine:

  1. Sabine, erzähle doch wie Du zum Schreiben gekommen bist. War das schon ein Kindheitstraum von Dir oder kam der Wunsch dazu erst später?

Ich hatte eigentlich schon immer den Wunsch, Geschichten zu erzählen. Angefangen hat es mit meinem ersten Kinobesuch in meiner Kindheit. War es die Unendliche Geschichte, oder E.T.? Ich weiß es nicht mehr, aber ich wurde schnell zu einem großen Filmfan und hatte seitdem den Traum, irgendwann mal eigene Filme zu realisieren. Eine ganze Weile habe ich das Ziel, Regisseurin zu werden, verfolgt, aber erst nach dem Studium wurde mir bewusst, dass meine Stärke nicht unbedingt das Dirigieren von Schauspielern ist, sondern das Geschichten ausdenken. Über den Umweg von Drehbuchideen bin ich dann bei meinem ersten Roman gelandet. Das erste Kapitel von Wackelkontakte spukte ursprünglich als Kurzfilmidee in meinem Kopf herum, doch als ich sie aufschrieb, ging die Geschichte dann immer weiter. Drehbücher schreibe ich mittlerweile zwar auch, aber dort setze ich nur in den seltensten Fällen meine eigenen Ideen um, da in dem Bereich viel von den Sendern bestimmt wird und man automatisch in einem sehr engen Korsett landet. Ein Roman bietet dagegen mehr Raum für Kreativität. Den Traum vom eigenen Film habe ich immer noch und komme ihm vielleicht in den nächsten Jahren Schritt für Schritt näher, aber meine Leidenschaft ist und bleibt das Ausdenken und Schreiben von Geschichten.

  1.   Was war Dein erstes Manuskript?

Mein erstes Manuskript war tatsächlich Wackelkontakte, das dann ja auch als erstes Buch von mir erschienen ist. Allerdings war der Entstehungsprozess recht lange, ich habe das Manuskript mehrfach gekürzt und überarbeitet, bevor es dann bei den Verlagen auf Interesse gestoßen ist. Zwischendurch hatte ich schon den zweiten Roman, Geheimnummer, geschrieben, der mir etwas schneller von der Hand ging, und bin danach nochmal zu meinem ersten Manuskript zurückgegangen, um es nochmal zu überarbeiten. Am Ende hatte ich dann direkt zwei Manuskripte, die angeboten und vom Fischer Verlag auch zusammen genommen wurden.

  1. Wie kamst Du auf die Idee zu diesem Genre, was Du schreibst, was hat Dich dazu inspiriert?

Am Anfang habe ich gar nicht in Genres gedacht und mich auch nicht auf dem Buchmarkt umgeschaut, nach dem Motto, was hat Erfolg, was sollte ich schreiben. Wenn ich loslege, habe ich meistens eine Figur und ihren Lebens/Leidensweg im Kopf. Ganz ohne Schublade. Was ich aber von Anfang an schreiben wollte, war ein Gegenentwurf zu den vielen dreißigjährigen Frauen, die gerade von ihrem Freund verlassen worden waren und nach der großen Liebe suchten. Zwar steckt Karina am Anfang in einer ähnlichen Situation, aber es ist ihre eigene Schuld. Ich wollte eine chaotische, fremdgehende, manchmal auch nervende Hauptfigur kreieren, die durchs Leben stolpert. Dabei war mir auch immer klar, dass ich gerne lustig schreibe, gleichzeitig aber auch (zunehmend wahrscheinlich erst in den Folgebänden) ernstere Themen und Situationen behandeln möchte, um einen Mix zu haben, der dem Leben ja auch irgendwie ähnelt… So bin ich dann wohl automatisch in die Schiene Unterhaltungs/Frauenroman gerutscht.

  1. Liest Du selber auch gerne und wenn ja, welche literarischen Ergüsse erfreuen Dich?

Ja, sehr gerne, aber viel zu wenig. Oft fehlt mir die Zeit und wenn ich gerade intensiv an einem eigenen Manuskript arbeite, lenkt mich das Lesen ab bzw. beeinflusst mich zu sehr, so dass ich dann lieber gar nichts lese. Im Urlaub komme ich aber wenigstens dazu, so habe ich jetzt gerade zwei eher traurige Bücher gelesen – Das Schicksal ist ein mieser Verräter und Die Bücherdiebin. Beide ganz wunderbar. Auch die Bücher von Jojo Moyes haben es mir in letzter Zeit angetan. Etwas kitschig vielleicht manchmal, aber ich mag ihren Schreibstil sehr. Und ganz besonders mag ich britische Autoren, Julian Barnes oder Ian McEwan z.B., von dem ich gerade das neue Buch Honig gelesen habe. Bis auf Krimis lese ich eigentlich alles, wobei mich am meisten interessante, dramatische oder auch tragische Lebens- und Liebesgeschichten interessieren.

  1. Was sind Deine schönsten Erfahrungen in Bezug auf Schreiben?

Wirklich schön für mich war und ist es immer noch, wenn ich mitbekomme, dass andere tatsächlich das lesen wollen, was ich schreibe und sogar mit oder über Karina lachen oder auch mal eine Träne deswegen verdrücken. Sprich, das ungefilterte Feedback ist toll, so wie letztens, als mir eine Mutter auf dem Spielplatz ziemlich gerührt sagte, dass ihr Leben gerade so ist, wie Karinas in Seitenwechsel, oder umgekehrt.

  1. Wie sehen Deine weiteren Buchprojekte aus?

Ich habe letztes Jahr einen Roman unter dem Pseudonym Maja Bluhm veröffentlicht - Meine Mutter, meine Tochter, ihr Freund, sein Vater und ich. Das war für eine etwas breiter gefächerte Leserschaft gedacht und sicher noch etwas erwachsener als die Karina-Trilogie. Im Moment schreibe ich an einer Geschichte, die insgesamt eher trauriger und dunkler wird, nicht ganz so leicht wie die Karina-Bücher, aber wie auch Karina waren diese Figuren und ihre Geschichten plötzlich da und wollten erzählt werden und schnell wurde klar, dass sie nicht so lustig erzählt werden konnten wie sonst. Mal schauen, wie das Manuskript ankommt. Außerdem plane ich mit einer Freundin ein Kinderbuch zu schreiben, und dann steht auch noch unter ferner liefen eine Idee für ein Jugendbuch auf meiner Liste.

7.) Was bedeutet Dir Schreiben?

Erstmal kann ich wohl etwas pathetisch, aber zugegebenermaßen auch mit einem kleinen selbstironischen Lächeln auf den Lippen behaupten, dass das Schreiben mir „alles“ bedeutet, weil ich nicht wüsste was ich sonst tun sollte. Weder beruflich noch als Hobby. Ich sehe überall um mich herum Geschichten und habe einfach den Drang, sie aufzuschreiben. Beim Schreiben selbst genieße ich das Eintauchen in die andere Welt. Es dauert morgens oft lange, bis ich das geschafft habe, mich also nicht mehr von Wäsche, Spülmaschine oder Paketboten, die ständig bei mir klingeln, ablenken lasse und einfach mal eben weg bin, nämlich quasi in meinem eigenen Buch. Aber dann bin ich da drin und kann die Welt so gestalten, wie ich will, die Figuren das erleben und durchleiden lassen, was ich mir für sie wünsche. Diese Freiheit macht mir einfach Spaß.

Und wer mehr über Sabine wissen möchte, dem sei ihre informative Webseite ans Herz gelegt:

www.sabineleipert.de


Sonntag, 27. Juli 2014

Interview mit dem Comedyautor Tim Boltz

Tim Boltz, Jahrgang 1974, ist ein deutscher Schriftsteller und Literatur-Comedian.

Im September 2011 erschien der erste Comedyroman "Weichei", der zu einem Bestseller wurde. 2012 erschien die Fortsetzung "Nasenduscher" und 2013 der dritte Band "Linksträger". In den Romanen geht es um das Leben des typischen Antihelden, Robert Süßemilch. Aber vorsicht beim Lesen, denn das Lesen dieser Bücher verursacht einen Angriff auf die Lachmuskeln. :-) Ich lese die Bücher von Tim Boltz sehr gerne und hatte jedes Mal Bauchweh vor Lachen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Tim für ein schönes Interview bereit war. Und beim Interview war zu merken, dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. :-)


- Tim, wann und wie bist Du auf die Idee gekommen, eigene Bücher zu schreiben? War das vielleicht sogar schon ein Kindheitstraum von Dir?

Das würde ich gerne behaupten – ist aber de facto nicht so. Ich habe bis vor zehn Jahren überhaupt nicht daran gedacht Schriftsteller zu werden. Das kam eher, wie so vieles im Leben, durch Zufall zu Stande. Über mein Studium kam ich irgendwann zu einem Redakteursjob und daraus resultierte dann der Rest. Es folgte ein Musical und zwei kleine Krimis. Das dann später der erste Comedyroman WEICHEI gleich so ein Erfolg wurde hatte ich auch nicht auf dem Plan. 

- Was bedeutet Dir Schreiben?

Ich sehe dass weitaus weniger romantisch als sich das viele Leser vielleicht immer vorstellen. „Schriftsteller“ klingt immer nach Pfeife rauchenden, verkopften Menschen, die sich früh um sechs den Wecker stellen um jeden Tag ihre tausend Worte zu Papier zu bringen. Für mich ist eine Tätigkeit die mir Spaß macht, die mir liegt und mit der ich mein Leben finanzieren kann. Das sind immerhin schon mal drei Faktoren die nicht jeder über seinen Beruf sagen kann...dafür bin ich sehr dankbar.

- Baust Du in Deine Bücher auch eigene Lebenserfahrungen mit ein?

Das macht man wohl immer unwillkürlich. Eigene Erlebnisse aber auch Erfahrungen von Freunden oder aus der Familie. Es ist aber nicht so, dass nun alle meine Bekannten in ständiger Angst leben müssten, ihr Leben in meinen Büchern wiederzufinden. Die würden mir ja nie wieder was erzählen. Es sind mehr Kleinigkeiten, die mich dann inspirieren das Ganze weiter zu spinnen und zu überzeichnen. Es ist oftmals so eine Art Was-wäre-wenn-Spiel...

- Liest Du auch selber gerne und wann und wo liest Du am liebsten?

Ehrlich gesagt lese ich nicht so viel. Nicht weil ich es nicht möchte, als es vielmehr der Tatsache geschuldet ist, dass ich oft den ganzen Tag schon Buchstaben beim Schreiben vor mir habe. Da hält sich die Lust auf noch mehr Wörter doch meist stark in Grenzen.

- Bist Du E-Book-Fan oder eher E-Book-Hasser?

 Ich bin nicht so ein militanter E-Book-Hasser wie viele meiner Kollegen. Ich sehe schon auch die Vorteile und dass dort sicherlich für die nahe Zukunft viele neue Möglichkeiten des interaktiven Lesens ruhen. Und auch für Vielleser oder auf Reisen hat das elektronische Buch große Vorteile. Dennoch ist die Haptik eines gedruckten Buches doch ein ganz anderes, sinnlicheres Erlebnis, was sicherlich noch eine ganze Weile seine Daseinsberechtigung behalten wird. Beides wird seine Leserschaft finden. Ich bin eher überrascht, dass sich Hörbücher weiterhin so schwer auf dem Buchmarkt tun.

- Hast Du ein Lieblingsbuch (oder auch mehrere?)

Immer das an dem ich gerade schreibe (lacht).

- Wie sieht Dein eigenes Buchregal aus? Welche literarischen Ergüsse sind da zu finden?

 Eigentlich fast alles. Von Biografien über Krimis, bis hin zur Unterhaltungsliteratur und Sachbüchern. Sogar einige lyrische Werke befinden sich darunter. Mein Bücherregal ist aber, wie bereits erwähnt, gar nicht so ausladend, als dass ich dafür ein extra Zimmer benötigen würde. Ich verschenke die meisten Bücher nach dem Lesen an Freunde oder caritative Einrichtungen. Das macht für mich mehr Sinn als dass sie bei mir im Regal verstauben und ich mir dadurch visuell auf die Schulter klopfe, wieviele tolle Bücher ich doch schon gelesen habe.

- Was sind Deine weiteren (Buch)projekte?

Ich habe gerade erst wieder einen Krimi mit dem Titel FINSTERHAIN unter dem Namen Zeno Diegelmann veröffentlicht. Das mache ich alle paar Jahre, weil es mir auch Spaß macht, mal in ein anderes Genre einzutauchen. Nächstes Jahr im Frühjahr kommt dann der nächste große Roman raus, bei dem es wieder viel zu Lachen gibt. Das Ganze ist auch schon fertig geschrieben und wird in den nächsten Tagen an den Verlag rausgehen. Diesmal wird das Buch übrigens nicht bei GOLDMANN sondern im PIPER-Verlag erscheinen. Dann ist noch ein humoristisches Sachbuch in Planung – Thema noch geheim. Außerdem bin ich natürlich die ganze Zeit über mit meiner Pianisten zusammen auf der RÜDEN HABEN KURZE BEINE Tour unterwegs, bei dem ich ja auch etliche Passagen aus den Comedyromanen lese. Wer sich das mal ansehen möchte, muss nur auf die homepage www.derboltz.de gehen. Dort stehen alle Termine und Städte der Tour

Lieben Dank an Tim für das schöne Interview!